‘Fang' sie jung ein, bevor sie der Armee verloren gehen’

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Foto: Der Umschlag des Handbuchs der Rekruteure der britischen Armee für Eltern 2006 zeigt ein manipuliertes Foto einer Abschlußfeierparade für Eltern, auf das ethnisch unterschiedliche Gesichter eingesetzt wurden, um Familien potentieller Rekruten aus nicht weißem Hintergrund zu gewinnen (Quelle – David Gee)

David Gee

Wenn man eine Lehrerin fragt, was ihre Aufgabe ist und wie sie diese bewältigt, kann man eine einfache Antwort erwarten: sie unterstützt junge Leute beim Aufwachsen, indem sie sie Dinge lehrt. Wir wissen, warum wir auch Bäcker brauchen: sie ernähren Leute, indem sie Brot backen. Nun wofür braucht man Soldaten? i

Man braucht sie, um die Nation zu verteidigen, sagen die Politiker, die die zu führenden Kriege auswählen. Tatsächlich verteidigen die meisten Soldaten nur wenig. Alle jüngsten Kriege, in die europäische und nordamerikanische Streitkräfte involviert waren, waren ausgewählte Konflikte: im früheren Jugoslawien, Irak und Afghanistan haben die westlichen Staaten Angriffskriege durch Projektion militärischer Macht weit weg von der Heimat angefangen. Es gibt keinen öffentlichen Konsens darüber, ob diese Aktionen weise und mutige Vorhaben objektiver humanitärer Leute waren oder Interesse am Gestalten der Geopolitik der Welt zugunsten ihrer mächtigsten Staaten. Die Geschichte zeigt, dass es viele Aufgaben für Streitkräfte gibt, von denen ein paar möglicherweise, aber nicht selbstverständlich harmlos sind und andere schlicht bösartig. Tatsächlich ist es nicht immer – oder gar gewöhnlich – die Aufgabe des Soldaten im Krieg, die Nation zu verteidigen, sondern eher den Kampf zu gewinnen, den seine politische Führung zu kämpfen entschieden hat.

Die Aufgabe der Streitkräfte mag vage sein, die Rolle des Soldaten in derselben ist es nicht, auch wenn sie selten zum Ausdruck gebracht wird. Es nützt nichts, eine Beschreibung der Rolle des Soldaten in der Literatur für militärische Rekrutierung nachzuschlagen. Die Broschüre für die britische Infrantrie, zum Beispiel, beschreibt die Arbeit eines Infrantisten mit "den Feind zu besiegen", "den Kampf gegen einen Feind zu eröffnen", "ein Ziel anzugreifen", 'entscheidende Schläge durchzuführenii – alles Phantasieeuphemismen, die so wenig Sinn machen wie ein Bäcker, der 'Ernährung leichter macht', oder ein Lehrer, der 'Informationen pädagogisiert'. Wenn der Lehrer lehrt und der Bäcker bäckt, dann ist der Soldat Soldat. Was beinhaltet das nun? General Michael Rose, der die UN-Streitkräfte in Bosnien kommandierte, ist unter seinesgleichen außergewöhnlich offen: 'Von keiner anderen Gruppe in der Gesellschaft wird erfordert, entweder andere Menschen umzubringen oder sich selbst ausdrücklich für die Nation zu opfern.'iii Im wesentlichen ist es die Aufgabe eines Soldaten zu töten oder mit dem Töten zu drohen (ein Wort, das in der 12.000-Wort-Broschüre für Infrantristen fehlt) und das Risko, getötet oder verletzt zu werden, zu akzeptieren. Das gilt genauso für humanitäre Friedenswächter – ihre Gewehre sind nicht einfach so geladen.

Rekrutieren der Verletzbarsten

Da der Zwck der Streitkräfte nicht offensichtlich harmlos ist und die Aufgabe der Soldaten tödlich gefährlich (sie erfordert primär das Töten anderer Leute), wer würde sich freiwillig für eine solche Berufslaufbahn entscheiden? Oder anders gesagt: wie überzeugen die soziale und politische Elite der Staaten genug Leute davon, ihren Krieg zu führen.

Die Antwort lautet, dass sie sich für diejenigen sozialen Gruppen interessieren, für die sich bis dahin eher niemand interessierte, die die geringsten Optionen im Leben haben und deren Entscheidungen aus einer Position relativer Schwäche getroffen werden. Das sind junge Leute, die beeindruckbar sind und die psychologische Reife eines Erwachsenen noch entwickeln müssen. Es sind arme Leute, deren Bildung unter Standard liegt, die nur wenige zivile Arbeitsmöglichkeiten haben und die möglicherweise junge Familien ernähren müssen. Und es sind Leute aus ethnischen Minderheiten mit einem sozialen Nachteil im Vergleich zu der breiten Mehrheit.

Wenn man allen drei Kriterien entspricht – jung, arm und mit Minderheiten-Herkunft – dann werden die Streitkräfte sehr wahrscheinlich rufen. Sie werden in Deine Schule kommen, Deine Nachbarschaft, Deine örtliche Arbeitslosenagentur. Sie werden Dich durch Anzeigen im Fernsehen, im Kino und auf Facebook finden. Sie werden Hochglanzbroschüren, Internetspiele, militärische Clubs, denen man beitreten kann, anbieten und eine Gelegenheit, in einem Kampfpanzer zu sitzen, ein Gewehr in der Hand zu halten oder die Kontrolle eines Kampfbombers zu simulieren. Sie werden damit anfangen während Du immer noch zu jung bist, um einzutreten. Wenn Du alt genug sein wirst, um den Streitkräften beizutreten, werden Sie Dir Abenteuer versprechen, eine entwickelnde Karriere, neue Freunde, ein Gefühl persönlicher Macht und ein Gefühl – oftmals für viele potentielle Rekruten zum ersten Mal – mit anderen zusammen zu einer Sache zu gehören. Sie werden darauf bestehen, dass sie nicht da sind, um Deine schwache soziale Position auszunutzen, sondern Dir eine Chance zu bieten, diese zu verstärken. Der Staat, der größtenteils für die soziale Armut, in der Du lebst, verantwortlich ist, wird Dich jetzt aus diesen erretten, indem er Dir eine Arbeit gibt. Ihre Rhetorik ist, dass sie Dir einen Gefallen getan haben, wenn auch einen, den sehr wenige Leute, die ein bißchen älter sind als Du oder von priviligierterHerkunft, akzeptieren würden.

Die Realitäten des Soldatenlebens

Die Realität des Lebens in den Streitkräften ist überhaupt nicht so wie in den Broschüren und Online-Anzeigen. Neue Rekruten in allen Ländern werden Gegenstand spezieller nationaler und internationaler Gesetze, die viele zivile, politische und Menschrechte aufheben, wie z. B. das Recht, keine Zwangsarbeit leisten zu müssen.iv Die gesetzlichen Verpflichtungen der Einberufung (für 4 Jahre oder länger im Vereinigten Königreichv) hindern diejenigen, die austreten wollen, daran auszutreten; Soldaten können für den Versuch eingesperrt werden und viele wurden das auch. Von den Rekruteuren angesteuerte junge Leute aus den ärmsten Viertelnvi haben typischerweise unterentwickelte Lesefähigkeiten. Das ist ein Nachteil, der ihnen eine freie und informierte Wahl nicht ermöglicht, da sie die komplexen damit verbundenen Verpflichtungen nicht verstehen.

Einige Rekruten sind zufrieden mit ihrer Karrierewahl und bleiben so, aber die Arbeitszufriedenheit ist in den Streitkräften immer noch geringer als im zivilen Leben, obwohl Statistiken aus dem Vereinigten Königreich zeigen, dass es mehr zufriedene als unzufriedene Soldaten gibt.vii Ob sie ihre Arbeit mögen oder nicht, Rekruten der Streitkräfte sehen sich einer Unzahl physischer und psychischer Risiken ausgesetzt. Britische und US-Studien zeigen, dass beim Militär mehr psychische Probleme existieren als in der normalen Bevölkerung, mit vermehrtem Alkoholmißbrauch, beachtlich höherer Anzahl von Fällen des posttraumatischen Stresssyndroms (PTSD) und ähnlicher oder gar etwas höherer Anzahl von Angststörungen und Depressionen.viii Der Einsatz in Kriegsgebieten erhöht das Risiko weiter, besonders für diejenigen in direkten Kampfrollen, wie die Infantrie, und diejenigen, die jung und aus benachteiligten Hintergründen einberufen wurden.ix Wenn man der Kriegführung vermehrt und intensiver ausgesetzt ist, erhöhen traumatische Vorfälle, wie dass auf einem geschossen wird, der Umgang mit Leichen, das Zusehen, wie jemand getötet wird, oder das Töten und Verwunden anderer Leute, wiederum die Häufigkeit klinisch signifikanter psychischer Probleme.xJunge Rekruten aus benachteiligten Hintergründen sind für diese Risiken anfälliger.xi Im Vereinigten Königreich verloren Soldaten, die mit dem jüngsten Alter (16) in die Armee eingetreten sind, viel eher ihr Leben in Afghanistan als die mit 18 oder älterxii. Wenn man davon ausgeht, dass das Risiko, verletzt zu werden, fünf mal großer ist als das Risiko, getötet zu werdenxiii, sehen sich jünger eingetretene Rekruten einem höheren Risiko nicht tödlicher Verletzungen ausgesetzt. Im britischen und US-amerikanischen Kontext und wahrscheinlich auch anderswo haben die jüngsten Rekruten aus den am meisten benachteiligten Vierteln auch am wahrscheinlichsten die gefährlichsten Rollen, wie in der Infantrie, da für diese Arbeiten weniger oder gar keine Qualifikationen benötigt werden.xiv Sogar zu Zeiten geringen Einsatzes werden die jüngsten Rekruten am ehesten schikaniert und – besonders Frauen – sexuell belästigt.xv

Das umfassende Bild ist, dass die jüngsten Leute von ärmster Herkunft sowohl am anfälligsten sind für psychische Probleme und am wahrscheinlichsten Positionen in der Armee haben, die am meisten traumatischen Vorfällen ausgesetzt sind. So fand z. B. eine britische Studie, dass 17,5 % des Personals unter 20 PTSD-Symptome im Golfkrieg hattexvi und eine andere fand heraus, dass die Häufigkeit von PTSD-Symptomen unter den unqualifizierten Rekruten (die höchstwahrscheinlich mit 16 und direkt von der Schule eingetreten sind) 18,4 % beträgt.xvii Diese PTSD-Zahlen sind weitaus höher als die 3,0 % in der normalen britischen Bevölkerung.xviii Genauso auffallend ist es, dass der Alkoholmißbrauch bei den jüngsten Armeemitgliedern und bei Rekruten aus den am meisten benachteiligten Vierteln drei Mal häufiger ist als in der normalen Bevölkerung.xix Die allgemeine Annahme, dass das Rekrutieren benachteiligter Jugendlicher gut für diese ist, hält der Überprüfung nicht stand.

Wie sieht es anderswo aus?

Da die Bedingungen in den britischen und US-Streitkräften mit denen anderer Industriestaaten vieles gemeinsam haben, ist es wahrscheinlich, dass junge Leute in anderen Ländern auch höhere psychische und physische Risiken im Vergleich zu erwachsenen Rekruten oder der normalen Bevölkerung tragen.

Als wir – neun Leute aus unterschiedlichen Ländernxx - dieses Thema in einem Workshop während der Darmstadt-Konferenz diskutierten, beschrieben wir alle ähnliche Rekrutierungstaktiken der Streitkräfte: aktives Marketing adressiert an junge Leute, besonders aus armen Vierteln; die Verherrlichung militärischer Arbeit als ein Weg zu einem abenteuerlichen Leben, besonders durch Präsentieren des Soldaten, Matrosen oder Fliegers als übermännliche Rolle; und das Weglassen oder Beschönigen der damit verbundenen substantiellen Risiken und Schwierigkeiten. Wir alle waren besorgt wegen dieser Militarisierung der Jugend und dem Schaden, den sie an dem Wohlergehen junger Leute anrichtet, und nur wegen von der Elite der älteren Generation organisierter bewaffneter Gewalt.

In allen unseren Ländern – außer der Schweiz – blüht die militärische Rekrutierung unter Bedingungen von örtlicher Armut bzw. Episoden nationaler wirtschaftlicher Krisen, wenn wenige zivile Arbeitsmöglichkeiten verfügbar sind. In den meisten Ländern ist eine Arbeit in den Streitkräften der einzige offensichtliche Weg für einige männliche Brotverdiener, ihre Familien ernähren zu können; das ist besonders in ärmeren Ländern wie Ghana oder sehr ungleichen Gesellschaften wie Südafrika der Fall. Die Rekrutierung ist auch erfolgreich in Ländern mit hohem Nationalstolz auf die staatlichen Streitkräfte, wo große Summen ausgegeben werden, um dieses Gefühl durch Paraden, Werbung und Nationalfeiertage zur Selbstdarstellung zu fördern.

In allen Ländern, aus denen wir Erfahrung hatten (wieder die Schweiz ausgenommen) adressieren die Streitkräfte aktiv ihre Werbung an die jüngsten Rekruten. Während allgemein der Schwerpunkt auf Jungs im Schulabgangsalter bleibt, haben die meisten Streitkräfte jetzt auch Programme, die der Rekrutierung von Frauen gewidmet sind.

Leute mit Einwanderungshintergrund scheinen immer mehr Priorität bei Rekruteuren zu haben. Schweden hat spezifische an diese Gruppen gerichtete Armee-Rekrutierungsprogramme, die mit den staatlichen Arbeitslosenagenturen verbunden sind.xxi Im Vereinigten Königreich haben gezielte Rekrutierungsaktionen bei Gruppen von Farbigen und ethnischen Minderheiten die Anzahl dieser Rekruten von 6,1 % im Jahre 2006 auf 7,9 % im Jahre 2012 erhöht.xxii Der Anteil farbiger Offiziere oder Offiziere aus ethnischen Minderheiten bleibt jedoch mit gerade mal 2,4 % unverändert, was die dauernde Klassendifferenz zwischen dem Kommandierenden und dem Kommandierten reflektiert.xxiii In beiden Gruppen liegt der Anteil mit farbiger Herkunft oder von ethnischen Minderheiten viel geringer als in der normalen Bevölkerung (14%).xxiv Während in einigen Ländern, wie Schweden, Rekruten mit Einwanderungshintergrund positiv für ihr kulturelles Wissenxxv geschätzt werden mögen, nutzen die Streitkräfte allgemein die sozio-ökonomische Schwäche der Minderheitsbevölkerung, um die Reihen zu füllen.

Da die Präsentation eines realistischeren Bilds des militärischen Lebens nur ganz wenige Leute ansprechen würde, müssen die Rekruteure zu Propaganda greifen. Wie es einer der Rekruteure ausdrückte: 'Man muss die Wahrheit sagen ... bis zu einem gewissen Grad.'xxvi Grad der Wahrheit bedeutet auch Grade von Lügen und Weglassen. Wenn man versteht, wie die Rekrutierungspropaganda konstruiert ist, kann man leichter effektive Gegenmaßnahmen mitteilen. Eine grundlegende Schwäche der militärischen Rekrutierung ist, dass sie junge Leute von 2 Dingen überzeugen müssen, die nicht wahr sind. Die erste Behauptung setzt das Soldatsein mit der zivilen Gesellschaft in eine Linie. Sie sagt, dass das Soldatsein eine normale Sache ist; es ist eine Berufswahl wie Lehrer oder Bäcker; starke Streitkräfte werden gebraucht als Teil einer zivilisierten Gesellschaft; der Lebensstil eines Soldaten ist sowieso fast der gleiche wie der eines Zivilisten. Die zweite Behauptung erhebt paradoxerweise Soldaten über die zivile Gesellschaft. Der Eintritt in die Armee macht Dich automatisch zu etwas Besonderem, Starkem, einer größeren Persönlichkeit sogar zu einem Helden.

Dieses Muster ist europäischen Ländern gemein, die sich auf 'freiwillige' Rekrutierung verlassen und nicht auf ihrem eigenen Boden in militärische Konflikte verstrickt sind. Es gilt auch für Ghana, wo das Soldatsein zu höherem sozialem Status und höherer Bezahlung führt, und Südafrika. Es scheint weniger in den bei dem Darmstadt-Workshop repräsentierten Ländern der Fall zu sein, die keine Militärkarrieren vermarkten müssen, da sie auf die Wehrpflicht setzen, wie die Schweiz und Kolumbien, oder wo die Realitäten eines Krieges näher an der Haustür sind, wie in Kolumbien.

Reaktion

Einige der besten Kritiken an diesen Rekrutierungsmaßnahmen kommen aus den Streitkräften selbst. Wie General Sir Michael Rose betonte: Soldatsein – soweit es auf das Töten und möglicherweise Getötetwerden hinausläuft – ist nicht wie andere Arbeiten. Es wirft forschende ethische Fragen auf, von denen die vielleicht grundlegendste ist 'Kann das Töten menschlich sein?' Ich persönlich glaube, dass die größte Herausforderung für Aktivisten ist, sicherzustellen, dass diese Fragen gestellt werden, wenn jemand sich überlegt, in die Armee einzutreten, und nicht, junge Leute von einer bestimmten Sicht, ob Gewalt richtig oder falsch ist, zu überzeugen. Schließlich ist eine gute Wahl nicht nur eine freie und wohl informierte, sondern auch eine verantwortungsvolle.

Was den allgegenwärtigen Heldensoldaten angeht, so wird diese konstruierte Figur von Soldaten selbst kaum anerkannt. Ich kenne keinen erfahrenen Soldaten, der denkt, dass alle Soldaten Helden seien. Sie neigen eher dazu zu denken, dass dieser überstrapazierte Beiname die heroischen Handlungen derjenigen Soldaten herabwürdigt, die sich selbst für ihre Kameraden tödlichen Risiken ausgesetzt haben. Der Heldensoldat ist eine von Politikern und Medien aktiv geförderte Erfindung, damit wir glauben (und nicht hinterfragen) dass die in anderen Ländern in unserem Namen geführten Kriege nobel und notwendig sind. Die Realität ist, dass viele Soldaten, die den brutalen Horror und die politischen Kalamitäten der Kriege gesehen haben, denken, dass Politiker, die viel weniger gesehen haben, viel zu bereitwillig Kriege anfangen.xxvii

Militärische Rekrutierung ist in die Klassen- und Wirtschaftsstrukturen der Gesellschaft tief eingebettet. Die Methoden, die durch hypermaskuline Fantasien über das Soldatsein gedeihen und besonders in verbraucher-kapitalistischen Gesellschaften, eine schleichende Abkehr von unseren menschlichsten Werten, kann man als Form einer menschlichen Entfremdung verstehen. Trotzdem ist das vielleicht immer noch die Achillesferse des Militarismus, trotz fortgesetzten Erfolges der militärischen Rekrutierung auf der ganzen Welt. Krieg hängt von großen Mengen von Leuten ab, die der Teilnahme an Massentötungen zustimmen. Wenn wir gut mit jungen Leuten, deren Eltern, Erziehern und den Medien arbeiten können, damit viele Leute anhalten und darüber nachdenken, was von Soldaten erwartet wird und warum, könnten von unten herauf Risse im Militarismus entstehen.

i In dem ganzen Artikel wird der Begriff 'Soldat' als Abkürzung für eingeschriebenes Personal in nationalen Armeen, Marinen und Luftwaffen benutzt..

ii Verteidigungsministerium, Army Career Guide to Infantry Soldier (London, 2005).

iii ‘How soon could our Army lose a war’, The Daily Telegraph, 5 April 1998, zitiert in British Parliament, House of Commons Defence Committee, 'Duty of Care', 1:28 (2005).

iv Human Rights Act 1998, Art. IV.

v Ibid., Ch. 3.1.

vi David Gee and Anna Goodman, ‘Army recruiters visit London's poorest schools most often’ (2010) [Online at www.informedchoice.org.uk/armyvisitstoschools.pdf (accessed 18 April 2013)].

vii David Gee, ‘Informed Choice? Armed forces recruitment practice in the United Kingdom’ (London, 2008), Ch. 4.1 [Online at www.informedchoice.org.uk/informedchoice/informedchoiceweb.pdf (accessed 16 May 2013)]

viii Khalida Ismail et al, ‘Occupational risk factors for ill health in Gulf veterans of the United Kingdom’, Journal of Epidemiological and Community Health, 54 (2000), pp. 834-8; Nicola Fear et al, 'What are the consequences of deployment to Iraq and Afghanistan on the mental health of the UK armed forces? A cohort study', The Lancet, 375 (2010), pp. 1783-97; Amy Iversen et al, ‘The prevalence of common mental disorders and PTSD in the UK military: using data from a clinical interview-based study’, BMC Psychiatry,9:68 (2009), unpaginated [Online at www.biomedcentral.com/1471-244X/9/68 (accessed 18 April 2013)]; Matthew Hotopf et al, ‘The health of UK military personnel who deployed to the 2003 Iraq war: a cohort study’, The Lancet, 367 (2006),pp. 1731–41; Margaret Jones et al, ‘The burden of psychological symptoms in UK Armed Forces’, Occupational Medicine, 56 (2006), p. 326; Matthew J. Friedman et al, ‘Post-traumatic stress disorder in the military veteran’, Psychiatric Clinics of North America, 17:2 (1994), pp. 265-77.

ix Charles Hoge et al, ‘Combat Duty in Iraq and Afghanistan, Mental Health Problems, and Barriers to Care’, The New England Journal of Medicine, 351:1 (2004), pp. 13-22; Hotopf et al, ‘The health of UK military personnel’, pp. 1731–41; Jones et al, ‘The burden of psychological symptoms’, pp. 322-88; Fear et al, 'What are the consequences of deployment to Iraq and Afghanistan', pp. 1783-97; Iversen et al, ‘The prevalence of common mental disorders and PTSD in the UK military’; Friedman et al, ‘Post-traumatic stress disorder’, pp. 265-277; Ismail et al, ‘Occupational risk factors for ill health in Gulf veterans’, pp. 834-8; Iversen et al, ‘Influence of childhood adversity on health among male UK military personnel’, The British Journal of Psychiatry, 191 (2007), pp. 506-11.

x Unter den stationierten Truppen, die nicht direkt in Kampfeinsätze verwickelt waren, fanden die Autoren eine PTSD-Rate von 4.5%; unter denen mit Erfahrung mit fünf oder mehr direkten Kampfeinsätzen stieg die Rate auf 19,3 % an: Hoge et al, ‘Combat Duty in Iraq and Afghanistan’, pp. 13-22; Friedman et al, ‘Post-traumatic stress disorder’, pp. 265-77. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass jemand, der anderen ein Trauma zufügt, als Ergebnis selbst traumatisiert sein kann; dieser sogenannte 'moralische Schmerz' wirft Fragen auf hinsichtlich der Verbindung zwischen psychischen Problemen und unartikulierter Kriegsdienstverweigerung.

xi Fear et al, 'What are the consequences of deployment to Iraq and Afghanistan', pp. 1783-97; Iversen et al, ‘The prevalence of common mental disorders and PTSD in the UK military'; Ismail et al, ‘Occupational risk factors for ill health in Gulf veterans’, pp. 834-8; Jones et al, ‘The burden of psychological symptoms’, pp. 322-88; Amy Iversen et al, ‘Influence of childhood adversity on health among male UK military personnel’, The British Journal of Psychiatry, 191 (2007), pp. 506-11; Friedman et al, ‘Post-traumatic stress disorder’, pp. 265-77.

xii David Gee and Anna Goodman, ‘Youngest recruits face greatest risks in Afghanistan’ (London, 2013) [forthcoming – please contact the author]

xiii Kalkuliert durch das Verteidigungsministerium, ‘British Fatalities: Operations in Afghanistan’ (2013) [Online at www.gov.uk/government/fields-of-operation/afghanistan (accessed 13 March 2013)].

xiv Child Soldiers International and ForcesWatch, ‘One Step Forward: The case for ending the recruitment of minors by the British armed forces’ (London, 2013).

xv Coalition to Stop the Use of Child Soldiers [now called Child Soldiers International], ‘Catch 16-22: Recruitment and retention of minors in the British armed forces’ (London, 2011), pp. 9-10 [Online at www.child-soldiers.org/research_report_reader.php?id=290 (accessed 18 April 2013)]; Sarah Rutherford et al, ‘Quantitative & Qualitative Research into Sexual Harassment in the Armed Forces’ (Equal Opportunities Commission and the Ministry of Defence, 2006).

xvi Ismail et al, ‘Occupational risk factors for ill health in Gulf veterans’, pp. 834-8.

xvii Iversen et al, ‘The prevalence of common mental disorders and PTSD in the UK military'.

xviii Sally McManus et al (eds), ‘Adult psychiatric morbidity in England, 2007: Results of a household survey’ (National Health Service, 2009) [Online at www.ic.nhs.uk/pubs/psychiatricmorbidity07 (accessed 13 May 2010)].

xix Ibid.

xx Kolumbien, Holland, Deutschland, Ghana, Südafrika, Spanien, Schweden, Schweiz, UK.

xxi Schwedischer Aktivist, personal communication, 14 April 2013.

xxii Defence Analytical Services and Advice, ‘Strength of UK Regular Forces by Service and ethnic origin, at 1 April each year’ [Online at www.dasa.mod.uk (accessed 6 January 2013)].

xxiii Ibid.

xxiv Büro für nationale Statistiken, ‘Ethnicity and National Identity in England and Wales 2011’ [Online at www.ons.gov.uk/ons/dcp171776_290558.pdf (accessed 6 January 2013)].

xxv Schwedischer Aktivist, personal communication, 14 April 2013.

xxvi Rekrutierungspersonal, London, personal communication, November 2007.

xxvii Siehe z. B. Ken Lukowiak, A Soldier’s Song (London, 1993); Lee Jones, Nobody's Hero: A Reluctant March Through the Middle East (Oxford, 2007)

http://www.wri-irg.org/de/node/23396

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